EU Außenbeziehungen


+++ Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik +++ NATO +++ Interregionale Zusammenarbeit +++ strategische Partnerschaften +++ Handelspolitik +++Entwicklung +++ Demokratie und Menschenrechte +++ +++ Krisenprävention und Konfliktlösung +++ Soziale Dimension der Globalisierung +++ Klimapolitik +++


Hintergrund zu unserer Arbeit im Bereich EU Außenbeziehungen ...

Als wirtschaftlicher Riese muss die Europäische Union auch ihrer außen- und sicherheitspolitischen Verantwortung in der Welt gerecht werden. Sieht man ab von der Entwicklung der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) im Jahr 2003 und den erfolgreichen EU-Friedensmissionen in Krisengebieten weltweit, ist die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) in den letzten Jahren jedoch nur unzureichend vorangekommen. Das Prinzip der Einstimmigkeit im Ministerrat und das Überwiegen nationaler vor europäischen Interessen in den Mitgliedstaaten verhindern oft eine effiziente und kohärente Außenpolitik. Der Ausbau der ESVP mit dem Ziel einer gemeinsamen EU-Armee ist angesichts der Verpflichtungen der Europäischen Union gegenüber ihren Partnern jedoch dringend notwendig und stellt die NATO als zentrales Forum für den transatlantischen Dialog nicht in Frage.

Vor dem Hintergrund der Globalisierung gewinnt die interregionale Zusammenarbeit, also die Zusammenarbeit zwischen regionalen Blöcken weltweit, eine wachsende Bedeutung. Immer mehr Staaten erkennen an, dass sie globale Herausforderungen kaum alleine bewältigen können und schließen sich daher mit Nachbarländern zu Staatenverbindungen zusammen. Die EU hat als Staatenverbund bereits eine lange Erfahrung und steht deshalb für viele neuere Regionalorganisationen Modell. Ob in Ostafrika, Zentralamerika oder Südostasien – die Strukturen und Arbeitsmechanismen der EU werden oft kopiert und auf Integrationsprozesse in anderen Regionen weltweit übertragen. Die Ausweitung und Vertiefung der Beziehungen zu anderen Staatenverbindungen ist für die EU ein wichtiges Ziel, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angemessen begegnen zu können.

Neben der interregionalen Zusammenarbeit bleibt die Vertiefung der strategischen Partnerschaften ein zentrales Anliegen. Der transatlantische Dialog mit den USA bildet dabei die historisch am stärksten verwurzelte Partnerschaft. Kaum minder wichtig sind aber auch die Beziehungen zum Nachbarn Russland – sei es bezüglich Fragen der Sicherheitskooperation, der Rechtsstaatlichkeit oder der Energiesicherheit. Hinzu kommen die so genannten aufstrebenden Mächte wie China, Indien und Brasilien, die in den letzten Jahren ein außerordentliches Wirtschaftswachstum aufweisen konnten und zu wichtigen Handelspartnern der EU geworden sind.

Einen großen Stellenwert nimmt das Engagement der EU in der Welt zur Krisenprävention und Konfliktlösung in Drittstaaten ein. Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik sind zwar trotz der Entwicklung der Europäischen Sicherheitsstrategie im Jahr 2003 bislang nur unzureichend vorangekommen. Dennoch beteiligt sich die EU erfolgreich seit vielen Jahren an internationalen Friedensmissionen. Neben diesen Einsätzen gibt es aber noch ein weit stärkeres Engagement im zivilen Bereich. Dieses umfasst z.B. die finanzielle Förderung des Aufbaus rechtsstaatlicher Strukturen, des friedlichen Ausgleichs zwischen ehemals befeindeten Gruppen, der fachlichen und logistischen Unterstützung regionaler Friedenstruppen etc.

Das Europabüro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Brüssel trägt durch Konferenzen, Seminare und Arbeitsaufenthalte zur Vermittlung und Diskussion dieser bilateralen und interregionalen Themen bei. Zur Stärkung der interregionalen Zusammenarbeit organisiert das Europabüro in Brüssel z.B. Delegationsbesuche für Abgeordnete interparlamentarischer Versammlungen und für Gewerkschafter zum Thema sozialer- und arbeitsrechtlicher Standards. Die strategischen Partnerschaften sowie das Engagement der EU im Bereich Krisenprävention und Konfliktlösung unterstützt das Europabüro – in enger Zusammenarbeit mit den FES-Büros weltweit – durch Workshops und Fachgespräche, bei denen Experten aus Drittländern relevante Akteure auf EU-Ebene treffen, um über die Vertiefung partnerschaftlicher Beziehungen oder Szenarien zur Konfliktlösung zu diskutieren.

Zugehörige Veranstaltungen, Publikationen, News...

„Fair Taxation: What Next?“

05.02.2019, Roundtable, 14h - 16h30, REGISTRATION IS CLOSED

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Europe’s responsibility to prevent both at home and abroad

17.01.2019, 17h30 - 19h00, Roundtable discussion

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China’s Belt and Road Initiative

29.11.2018, policy brief presentation,10h30- 12h00, REGISTRATION IS CLOSED

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Strategy, Jointness, Capacity. Institutional Requirements for Supporting Security Sector Reform

19.11.2018, Presentation and roundtable discussion, 10h30 - 12h30 (registration starts 10h00)

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Implementing SDGs in Africa and Europe

05. - 09.11.2018, closed dialogue programme

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Supporting Labour Standards through Targeted Sanctions in Trade

18.10.2018, Roundtable, 11h - 12h30 (registration starts at 10h45), REGISTRATION IS CLOSED

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Improving the EU’s Civilian Crisis Management or Another Brick in the Wall?

11.10.2018, Expert's Roundtable on the Civilian CDSP, 10h30 - 12h30

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Turkey – conflict management

07. - 10.10.2018, closed dialogue programme

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The 21st Century Maritime Silk Road

6. September 2018, 10h30-12h30, Presentation of FES-SIPRI Policy Report, REGISTRATION IS CLOSED

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State of the European Union 2018 - The European states facing the reforms of the Union

05/09/2018, 12h30-14h30, Public presentation and debate !!! REGISTRATION IS CLOSED

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Friedrich-Ebert-Stiftung EU Office

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BE-1000 Brussels
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+32 22 34 62 90
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Europa verständlich machen

15. - 17.2.2019 Dialogprogramm für europapolitische MultiplikatorInnen

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Reclaiming Action: Progressive Strategies in Times of Growing Right-Wing Populism in Denmark, Norway, Sweden and Germany

20.02.2019, report presentation, 11h-13h (registration from 10h45)

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Das Europäische Parlament - Rolle und Funktion am Beispiel ausgewählter Politikbereiche

11. - 14.03.2019, Straßburg

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